| Im Süden geht schon was - 150 km FAI von der Emberger Alm |
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| Geschrieben von: Stefan Aufischer | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Montag, den 04. April 2011 um 19:08 Uhr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Pilot: | Stefan Aufischer [staufisch] | ||
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| Datum: | 2.4.2011 08:50 | ||
| Schirm: | SKYWALK Poison 3 | ||
| Startplatz: | Emberger Alm [AT] | ||
| Strecke: | 150.13 km |
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210.18 P. |
| IGC Datei: | 142stau1.igc | ||
| Google Earth: | 142stau1.igc.kml | ||
| XC Planner: | OÖ. FSV Bodenlos | ||
Am Freitag, dem 1. April war es zum ersten Mal in diesem Jahr wieder mal soweit. Die Wetterprognose versprach ein Wochenende mit zwei guten XC-Tagen. Die Telefone der oberösterreichischen Streckenflieger liefen heiß, manche fuhren sofort los und manche vereinbarten die Treffpunkte und Fahrgemeinschaften für nächsten Tag.
Die Samareiner Streckenflug-GBR "Smeykal & Aufischer" vereinbarte nach harten Verhandlungen eine Abfahrtszeit von 05:45 Uhr.
Smeyky kam nahezu pünktlich, aber es dauerte eine Weile meine Ausrüstung in sein Auto einzuräumen. Die so verlorenen fünf Minuten wollte Smeyky wieder hereinholen, was (mindestens) zwei Mal zu Blitzlichtgewitter auf der Autobahn führte.
In Greifenburg angekommen, füllten wir noch schnell unserer Trinksäcke im noch nicht ganz aus dem Winterschlaf erwachten Fliegercamp, berappten unsere Tagesgebühr und schmissen uns in die bereits wartenden Taxibusse, die seit heuer (einheitlich) sechs Euro kosten.
Am unteren Startplatz wuselte es bereits vor lauter Drachen und auch einige Paragleiter waren schon in hektischen Vorbereitungen, obwohl der Tag von der Thermikprognose her nicht allzu vielversprechend war.
Trotzdem konnten wir bereits um 10:15 Uhr Ablösungen in regelmäßigen Abständen beobachten und so starteten Wolfgang Bernhard und Peter Wallner um ca. 10:30 Uhr. Knapp 15 Minuten später war auch ich airborne. Leider fand ich den Thermikeinstieg nicht gleich, aber im Gegensatz zu einigen anderen (zB. Beany) konnte ich zumindest Höhe halten bis die erste Blase durchzog. Gemütlich ging es auf 2400 Meter ... genug um Richtung Westen loszufliegen!
Zuverlässige Thermik, wenig Gegenwind und einen gutes Gefühl unter dem Poison 3 machten den Weg bis zum Anna-Schutzhaus zur reinen Freude. Dort angekommen investierte ich mehr als 15 Minuten in 250 Meter Höhengewinn für die Querung ... schwer zu sagen, ob sich das gerechnet hat, aber auf jeden Fall kam ich mit ca. 1700 MSL am Zettersfeld an und fand relativ schnell thermischen Anschluss. Einige, die wohl nicht so viel investiert hatten, darunter Mario Mayr krebsten schon sehr tief am Hang herum.
Während einige die Querung zum Hochstein angingen, entschied ich mich, Richtung Matrei weiterzufliegen und meinen ersten Wendepunkt eher westlich zu setzen ... ein taktischer Fehler, wie sich später herausstellen sollte.
Wieder am Zettersfeld zurück begegnete ich Johann "Stocky" Kronberger und Christoph Haas, die gerade vom Hochstein zurückgekommen waren, und Wolfgang Steinbichler, der ein Weile gebraucht hatte, um sich am Zettersfeld auszugraben. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg ins Mölltal Richtung Alpenhauptkamm.
Leichter Rückenwind, meist zuverlässige Thermik und die auf 3.300 Meter gestiegene Basis brachten uns mit wenigen Kurblern bis nach Mallnitz. Auffallend war, dass bei diesen Verhältnissen wenig Unterschied zwischen Ozone Mantra R10.2 (Christoph), Skywalk Poison 3 (Staufisch), Swing Astral 6 (Wolfgang) und Mentor 2 (Stocky) zu merken war. Nur dass es den R10 etwas öfter verbog ;-).
Den Einstieg in den Stauseebart erwischte ich nicht optimal und so verlor ich Wolfgang und Stocky kurz aus den Augen. Es folgte der zweite taktische Fehler des Tages: Ich flog Richtung Lisgelespitze, die wie immer bei Nordwind sehr turbulent war, (doh!) und vergab damit die Chance, meinen zweiten Wendepunkt weiter in den Norden zu setzen.
Gemeinsam mit Stocky ging es nun Richtung Süden, Wolfgang und Christoph hatte ich aus den Augen verloren. Gut, dass wir auf diesem Stück zu zweit waren und gemeinsam die Thermik suchten, denn die Bärte bis zum Reisseck standen an diesem Tag nicht an den üblichen Stellen.
Die Querung vom Reisseck Richtung Goldeck war dann wieder ein Kinderspiel und drüben angekommen begrüßte uns ein Adler, der zu Stockys Überraschung und meiner Belustigung mitten im Bart die Drehrichtung wechselte und Stocky entgegenkam. Doch Stocky blieb stur und der Adler wich mit wildem Geflatter aus ;-).
Wieder gemeinsam traten wir den Weg über den Weissensee Richtung Gailtal an. Bei der letzten Querung machte ich jedoch den dritten und schwersten taktischen Fehler des Tages: statt die links liegende Bergspitze anzufliegen, flog ich Werner Resel in eine Süd-Talwind-Düsen-Lee-Falle nach ... mein Compeo zeigte mir eine Gleitzahl von 2,5 bei einer Vorwärtsgeschwindigkeit von 10 km/h im 3/4-Gas an ... ich fing schon an, mir Landeplätze in diesem Bergeinschnitt zu suchen. Zum Glück ist der Poison 3 auch bei viel Gas noch sehr stabil und so konnte ich mich aus dieser misslichen Lage befreien.
Im Gailtal angekommen musste ich erst mal wieder Höhe machen, was bei der südwindwindzerblasenen Thermik nicht so einfach war und wieder einiges an Zeit kostete. Nachdem ich meinen letzten Wendepunkte gesetzt hatte, wohl wissend dass da ein paar Kilometer vom Track abgeschnitten werden würden, war der Heimflug eigentlich keine Schwierigkeit mehr.
Um 18:03 Uhr landete ich nach 7 Stunden 21 Minuten Flugzeit in Greifenburg. Das Ergebnis: 150,13 FAI-Kilometer!
Fazit: Ein toller Flugtag. Viel Spaß mit alten Freunden. Bessere Bedingungen als gedacht, wenn auch weit von perfekt entfernt. Wieder viel gelernt. Der Poison 3 ist ein Spitzenflügel, unter dem ich mich sehr wohl fühle, ...
... und der OÖ. FSV Bodenlos Streckenflugwanderpokal ist wieder bei mir zu Hause :-)
Es war stabil und ich bin nach einer Stunde herumkratzen landen gegangen... gehört auch dazu... Danke Vini für's nach Hause bringen!
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