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Bodenairlosborne in Fiesch - Juli 2009 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Andreas Preininger und Stefan Aufischer   
Montag, den 13. Juli 2009 um 15:03 Uhr

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Tag 1: Dienstag, 7. Juli

Wochenlanges Regenwetter in Österreich und die notwendige Zeit erlaubten uns einen kurzen Trip in die Schweiz. In Innsbruck trafen wir (Stefan und Drusi) noch die zwei Airbornen Steffi und Franzi. Im Konvoi ging es dann in die Schweiz wo uns 2 Gewitter erwarteten: das erste gleich nach der Grenze aus einem Kasten neben der Straße und das zweite auf der Fahrt über den Furkapass bei 2,5°C.

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Nach Ankunft in Ritzingen am Campingplatz beschlossen wir Bodenlosen aufgrund der Witterung nochmals eine Nacht in einem Zimmer zu verbringen bevor wir uns der Wildnis hingeben.

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Tag 2: Mittwoch, 8. Juli

Nach einem perfekten Frühstück mussten wir leider feststellen, dass die Feuchtigkeit der vergangenen Tage ihre Spuren hinterlassen hatte. Dies und der starke Westwind verhinderten einen Flugtag. So bauten Steffi, Franzi und Stefan unser Basislager auf, während ich mich auf den Weg zum Kühboden aufmachte, um die Situation oben zu checken. Den Weg rauf über eine Downhillstrecke machte mir wieder einmal klar, welch einfachen Sport wir Paragleiter ausüben. Oben angekommen, war mir klar, dass ich die Strecke wieder per pedes zurücklegen würde müssen.

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Zurück im Basislager wurde ich in die Geheimnisse des Bonanzaspiels eingewiesen. Ich rechnete schon mit dem Schlimmsten, da Franzi bereits einige bierbedingte Ausfallserscheinungen hatte, was sich aber im Nachhinein nicht mit dem Spiel an sich in Verbindung bringen ließ. Perfekte Spagetti von Steffi und ein paar Biere besiegelten das Ende dieses Tages.

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Tag 3: Donnerstag, 9. Juli

Motiviert, aber ein wenig verspätet mussten wir feststellen, dass, als wir mit der Bahn nach oben unterwegs waren, bereits einige in der Thermik kreisten. Darum trödelten wir nicht mehr allzu lange und starteten um 11:00.

Nach Anfangsschwierigkeiten im Startbart konnten wir die nötige Höhe machen um Richtung Osten ins Goms zu fliegen. Verlässliche Thermiken und wenig Wind machten den Flug zum Genuß. Vor dem Grimselpaß angekommen sahen wir bereits die tiefen Wolken und den Ansatz der Grimselschlange welche auf Nord-Wind und meist hohem Sinken verbunden ist. Dies war Grund genug für Stefan und mich, die Wende zu machen.

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Jetzt kam uns Franzi mit einem Wahnsinns-Speed entgegen, machte auch seinen Wendepunkt, und wir flogen dann mehr oder weniger gemeinsam wieder Richtung Startplatz. Franzi wählte beim Rückflug wieder die Linie weiter draußen im Tal, welche sich als schlechter erwies, wodurch wir zwei Bodenlosen noch ein Fotoshooting am Eggishorn einlegen konnten, bevor er uns einholte.

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Danach ging es weiter Richtung Westen. Die Querung über den Aletsch-Geltscher war kein Problem, doch leeseitig am nächsten Ausläufer ankommend, empfing Stefan ein 80%iger Klapper mit einer 360° Drehung, welchen er aber schnell wieder unter Kontrolle hatte.

Weiter um den Ausläufer herum wurden die Bärte immer bockiger und der Wind immer stärker. Franzi war nirgendwo mehr zu sehen und bald entschlossen wir uns zu landen.

Gute Idee aber schlechte Umsetztung: Wir entschlossen uns, nicht mit dem Wind wieder Richtung Fiesch zu Fliegen, weil in dieser Richtung zwei Rollfelder waren und wir dort nicht landen wollten. Also flogen wir gegen den Wind in einer Talsenke raus ins Tal. Mit viel Mut ging es mit Vollgas gegen den böigen Wind. Stefan schaffte es gerade so raus ins Tal und landete in einer Wiese voller Bewässerungsgräben und holte sich so nasse Füße. Mit noch hoher Höhe peilte ich dieselbe Wiese an, doch vollbeschleunigt und mit einer Gleitzahl von teilweise 1,1 musste ich mich irgendwie in die erste Wiese zwischen den Häusern reinbasteln, was mit einer harten Landung sein Ende nahm.

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Franzi machte das Ganze viel besser: er wechslete nach der Aletschquerung die Talseite Richtung Süd und flog anschließend mit Mörder-Speed zurück nach Fiesch.

Steffi hatte leider auch einen kleinen Zwischenfall. Bei einer Überquerung eines Grates klappte ihr Schirm und sie setzte hart an der Kuppe auf. Der Flügel flog aber noch immer und so startete sie sofort durch.

Nach soviel Adrenalin bei uns allen investierten wir in Fleisch, um uns bei der abendlichen Grillerei wieder zu stärken.

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Tag 4: Freitag, 10. Juli

Nach einer abermals schweinekalten Nacht mussten wir feststellen, dass wieder viel Feuchtigkeit und Wind die Konditionen nicht einfach machen würden. Am Startplatz angekommen waren wir noch voll motiviert, doch die Windbedingungen und die Nachwehen vom Tag zuvor waren der Grund für einen kurzen Flug bei allen.

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Am Basislager in Ritzingen angekommen versuchten wir uns nach dem Fund von drei Golfbällen (in unserem Frischwasserkühlschrank) und einer Bastelstunde an einer anderen Sportart: einer Mischung aus Minigolf, Golf und Croquet.

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Nnach anfänglichen Schwierigkeiten bei allen wurden die Schläge immer besser und so zauberten alle Wunderschläge aus den Ärmeln. Stefan setzte dem Ganzen aber die Krone auf und verhalf uns so zu einem Lachanfall der Sonderklasse. In Führung liegend, der Ball nur einen halben Meter vor dem "Tor" (das aus zwei Wanderschuhen bestand), schlug er den Ball mit vollster Konzentration ... und ZACK ging der Ball an einen der Schuhe des Tores, sprang einen halben Meter hoch und versenkte sich direkt IM anderen Schuh.

Danke Stefan von uns allen! Wir haben schon ewig nicht mehr so gelacht...

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Tag 5: Samstag, 11. Juli

Bedingungen ähnlich wie am Donnerstag, so entschlossen wir uns wieder Richtung Goms und zurück fliegen. Wie am Donnerstag am Aletsch vorbei stand der Wind wieder extrem aus West an, und ich entschloss mich umzudrehen. Dies teilte ich auch den mir entgegenkommenden Airbornen Franzi mit, der daraufhin auch umdrehte und dann toplandete.

Ich flog noch Richtung Nord und wollte dann auch zu Franzi einlanden, doch er war schon am Weg nach unten. Da die Bedingungen noch OK waren, sind dann Stefan und ich noch in Startplatzgegend herumgeflogen, um unsere Kratzerqualitäten zu verfeinern.

Nach der Landung und Ankunft am Campingplatz mussten wir feststellen, dass uns die zwei Airbornen verlassen hatten, und nach Hause aufgebrochen waren. Danke nochmals für die Ausrüstung und die nette Gesellschaft! Nach diesmal zweisamer Grillerei und Wetterauskunft von Beany, entschlossen wir uns noch einmal zu nächtigen, und dann am nächsten Morgen zu entscheiden, wie's weitergehen sollte.

Tag 6 Sonntag 12 Juli:

In der Früh das übliche Bild: Wolkenreste und NW-Wind.

Wir entschl0ßen uns trotzdem, noch einen Flug zu machen. Bei der Seilbahn angekommen, sahen wir zwar einige Paragleiter fliegen, aber die Wolkengeschwindigkeit veranlasste uns, doch nach Hause zu fahren und der Schwyz Aufwiedersehen zu sagen.

Um es mit Franzi`s Worte zu sagen es war "NICE, NICE", obwohl der erhoffte Hammertag ausblieb.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. Juli 2009 um 16:34 Uhr
 
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