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Crossalps 2009 „Auslotung meiner persönlichen Grenzen“ PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Andreas Preininger   
Dienstag, 30. Juni 2009

Die groben Regeln der Crossalps sind schnell erklärt: Der Start erfolgte am Samstag um 8 Uhr an der Talstation der Hochrießbahn. Von dort aus gilt es, sich zu Fuß und fliegend möglichst weit von diesem Startpunkt zu entfernen, um spätestens am Sonntag um 17 Uhr wieder am Ausgangspunkt zu sein. Wer es nicht retour schafft, erhält Strafpunkte. Eine der Schwierigkeiten liegt also in der Wahl des Wendepunktes, bzw. darin, am Samstag festzulegen, welche Strecke man sich für Sonntag zumutet. 

Am ersten Tag herrschte wunderschönes Regen- und am zweiten Tag hammer Wanderwetter. Diese Bedingungen waren aufgrund meiner schlechten körperlichen Vorbereitung nicht unbedingt vielversprechend, aber Ehrgeiz und Kämpfer-Qualitäten brachten mich doch noch rechtzeitig ins Ziel und somit zum 8. Rang.
Nach der Siegerehrung und der Ankunft zu Hause fiel ich dann um 23:00 ins Bett und das Fieberthermometer zeigte mir mit 38,5°C, dass die Hohe Salve mein Wendepunkt am Limit war.

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Link zu den Ergebnissen
Link zu der Crossalps HP
Link zu der Bordairline HP

Das Briefing, die Wettervorhersage und die Diskussion mit Till Gottbrath brachten mich von meiner geplanten Strecke Richtung Fieberbrunn ab. Da ich ein Kind der Berge bin, entschloss ich mich ,gemeinsam mit einer lustigen Runde Richtung Süden aufzubrechen. Regen begleitete uns rauf auf das Kranzhorn. Oben angekommen war die Hütte noch geschlossen aber nach ca.  ½ Stunde kam glücklicherweise der Wirt und wir konnten uns bei Zieharmonikamusik mit Bier und einer warmen Mahlzeit stärken.

 

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Nach ca. 2 Stunden Wartezeit stoppte der Regen und wir brachen zum Startplatz auf, um dort nochmals eine halbe Stunde zu warten ehe wir ins Tal sehen konnten.

 

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Der anschließende Flug mit Landung in Niederndorf sollte das letzte schöne Erlebnis bis zur Hohen Salve werden. Von nun an ging es mit den zwei Tandem-Teams und Roland Werner am Inn entlang, gefolgt von einer Kufsteindurchquerung, wo sich dann auch die Wege mit den Tandems trennten. Zu zweit im Gleichschritt über Stock und Stein, durch Regen und Menschenmassen (Stadtfest in Kufstein) ging es dann nach Söll. Aufgrund der Tageszeit und unserer körperlichen (Nicht-)Verfassung nahmen wir dort nochmals eine Stärkung zu uns. Kurz darauf taumelten auch die Tandems wieder zu uns.

 

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Um ca. 20 Uhr brachen wir auf, um die hohe Salve zu besteigen. Gekennzeichnet von den Strapazen bis nach Söll war meine Aufstiegsgeschwindigkeit eher gering, aber Roland und Gernot, der auch zu uns stieß, motivierten mich und so kämpften wir uns bei Regen und Dunkelheit auf den Berg.

Oben angekommen erwartete uns ein geniales Abendessen, welches für eine auf dem Berg stattfindende Hochzeit zubereitet worden war. Gestärkt und völlig geschafft von Tag 1 zogen wir uns dann in unsere Zimmer zurück.

Nach einer kurzen Nacht und dem Blick aus dem Fenster, war meine Stimmung sofort wieder am Boden. Nebel und die kalt-nasse Kleidung vom Vortag waren der Grund. Nach einem Telefonat mit meiner Freundin Ulli (die beste aller Supporterinnen) und der Info, dass die Nebelbank kurz unterhalb der Bergstation endet, stand einem Flug nichts mehr im Wege. Nach einem Abgleiter über Söll hinweg Richtung Norden war der gemütliche Teil des Tages schon wieder vorbei. Nach der Landung waren jetzt wieder Roland, Paul und ich als Team unterwegs zurück zur Hochries.

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Die erste Teilstrecke nach Kufstein konnten wir eigentlich sehr zügig hinter uns bringen. In Kufstein stellten sich bei mir erstmals Schmerzen im linken Knie ein, welche die anderen Wehwechen klar in den Schatten stellten. So ging es dann mehr schlecht als recht entlang dem Inn (eine unendlich lange Gerade).

Nach einer kurzen Verpflegungspause bei Erl und Schuhwechsel von Berg- auf Laufschuhe, ging es weiter entlang der Bundesstraße wieder zurück nach Deutschland. Bei Windshausen bogen wir dann Richtung Osten ab um zwischen Kranzhorn und Heuberg die letzten Kilometer ins Ziel zu marschieren. Kurz nach der Abzweigung wurden die Schmerzen immer schlimmer und ich konnte kaum noch den Anschluss zu Roland und Paul halten, was ich jedoch musste, da ich sonst Gefahr gelaufen wäre mich dort oben zu verirren. Nochmals habe ich all meine Kräfte mobilisiert und die letzen 500 Höhenmeter rauf geschafft. Eine gequerte Moorwiese am Berg bescherte mir die restlichen 3 Stunden nasse Füße, bevor es dann endlich bergab ins Ziel ging. Als mir dann Ulli entgegenkam und noch Zeit genug ins Ziel war, machte ich nochmals eine Pause um dann die restlichen 4 Kilometer gemeinsam mit meinem Schatz ins Ziel zu „schlendern, humpeln, wandern“. Pünktlich, überglücklich und erschöpft erreichte ich das Ziel und wurde dort wie jeder der „Kämpfer“, ähh Teilnehmer, mit Applaus empfangen.

Kompliment an die perfekte Veranstaltung von A wie Anmeldung über L wie Loggerausgabe und M wie Massage bis zu Z wie Zielankunft war alles perfekt organisiert.
Danke auch noch an Roland W. der mich über die ganze Strecke begleitet hat und den Teilweggefährten Paul G. und Gernot S. für die Unterstützung.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 2. Juli 2009 )
 
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Das Fliegen ist die Kunst, sich auf den Boden zu werfen - nur daneben. [Douglas Adams]