Samstag Stefan und ich (Tommi) entschlossen uns am Samstag, 16.08.2008, trotz mieser Wetteraussichten nach Lienz zum Osttirol Open zu fahren. Bei strömendem Regen fuhren wir um 7:00 Uhr bei mir los. Zusätzlich zur Unsicherheit, ob ünerhaupt ein Task geflogen werden könnte, kamen während der nervenaufreibenden Anreise über die Tauernschleuse, deren Zug bei unserer Ankunft bereits ausgelastet war, schon Bedenken auf, ob wir es überhaupt rechtzeitig schaffen würden. Nach der Schleuse übernahm ich das Steuer, verheizte auf Stefans Drängen hin massenweise Italiener und brachte uns etwa um 12:00 Uhr sicher nach Lienz zum Landeplatz. Die Stimmung war noch ganz entspannt, und wir konnten noch in Ruhe die Wegpunkte ins GPS laden. Um 13:15 Uhr fuhren wir mit der Zettersfeld-Bahn hinauf. Oben angekommen war es viel ruhiger und gespannt warteten wir auf das Briefing. Nach längerem Warten wurde der erste Task aufgrund des starken, böigen Windes in tieferen Lagen gecancelt. Die meisten Piloten nahmen dies jedoch gelassen zur Kenntnis, denn es wartete schon ein gut gekühltes 50-Liter-Fass Bier am Landeplatz auf alle, welches Stefan gespendet hatte. (Der Grund dafür ist im Bericht über den Bramberg Cup [in Arbeit] nachzulesen.) Das Anzapfen des Fasses wurde auf 18:00 festgelegt. Danach wurde dann nach eigenem Ermessen hinunter gefahren und geflogen. Am Landeplatz wurde wie besprochen angezapft und der erste Task im „Biertrinken“ wurde eröffnet. Ein Lob an den Südafrikaner Stef und die beiden Diabolo-Künstler für das tolle Abendprogramm. Stefan siegte im ersten Task „Biertrinken“ und landete um ca. 00:30 Uhr am Fahrersitz seines Audis in Liegestellung ;-)). Um ca. 1:30 musste ich Stefan leider nochmal aus dem Schlaf reißen, damit ich mich auch schlafen legen konnte. Nach einem halbstündigem Versuch von Stefan, das Auto von innen mit Digitalkamera, Schlafsack oder ähnlichen Sachen zu öffnen ;-)), griff er doch noch zum Autoschlüssel und auch ich konnte mich niederlegen.
Sonntag Wir hatten im Auto einigermaßen gut geschlafen und brauchten ein deftiges Frühstück. McDonalds war die einzige Alternative und deftig genug. Nach dem Frühstück ging es gleich zur Bahn und hinauf. Diesmal kein Starkwind, dafür schob sich eine Stratusschicht über Lienz herein. Wir dachten schon an einen Abgleiter, doch dann kam das Briefing, und es gab doch noch einen Task mit einem 53 km Zick-Zack-Kurs. Hochmotiviert, manche noch etwas angeschlagen von der Vortagsparty, gingen alle Piloten zum Startplatz.  OsttirolOpen08 (c) thermik.net danielkofler.com
Die Startboje öffnete um 13:20 Uhr. Nach dem Start ging es zäh nach oben und mit nur wenig Startplatzüberhöhung zum ersten Wendepunkt „Faschingalmlift“ welcher keine 3 km südöstlich vom Startplatz lag und auch als Startboje mit 2 km Radius galt. Es war gleich klar, dass dieser Task ein Kampf mit Abschattungen und tiefer Basis wird. Die erste Hürde war geschafft, und nun gings Richtung Nordwest nach Oberleibing. Wie erwartet ging es recht zäh weiter bis ich am letzten Grat vor Oberleibing ankam. Dort empfing mich der wohl einzige gute Bart des Tages und trug mich auf 2800m. In dieser Höhe befand sich ca. die Basis der zweiten Wolkenschicht. Das war für mich die Arbeitshöhe für Boje 2 „Oberleibing Bergstation“. Rein ins Gas, 180er Wende, wieder ins Gas, um nochmal im selben Bart Höhe zu tanken. Nun galt es nochmals WP 1 „Faschingalmlift“ anzufliegen. Der Rückweg dorthin war mit einigen hundert Metern höher einfacher zu bewältigen. Unterwegs sah ich immer wieder einige Piloten tief unten um jeden Kilometer kämpfen. Darunter auch Stefan, der es schaffte, abgesehen vom „Bart des Tages“ alles unter 1900 Meter zu fliegen. Nach der Wende bei der dritten Boje sah ich einen Riesenpulk am Südausläufer des Schleinitz etwa 5km östlich vom Startplatz kurbeln, ohne Höhe zu machen. Meine nächste Boje führt mich direkt dort hin. Ich hatte schlimme Befürchtungen aber eine gute Höhe und gab Gas. 2,5 Km vor der 4. Boje „Prienitz“ verstand ich das große Gedränge. Der Wendepunkt lag zu hoch und die Abschattungen wurden mehr. Zum Glück konnte ich ganz oben in dieses Gewühl einsteigen. Jetzt saß ich wohl auch hier fest. Ein paar Piloten flogen den Grat weiter hinauf und verloren viel Höhe. Ich entschloss mich mit meiner Höhe zu Zocken und flog um den Grat herum. Ich konnte soarenderweise Höhe machen und erreichte ich fast in Zentimeterarbeit den Wendepunkt. Es war mir dann ein Vergnügen, mich mit Vollgas von dem Gewühl zu entfernen. Der erste Gedanke, das Ziel zu erreichen kam in mir auf. Im nächsten Moment läutete der Wecker meines Handys ... Taskende!!! Ab dann flog ich mit gestreckten Beinen im Speed Richtung vorletzter Boje und landete ca. 1 km vor dieser. Nach dem prompten Rückholservice ging die Auswertung auch schnell voran und ich traute meinen Augen nicht als ich die Rangliste sah. 1. Platz NC-Klasse 1. Platz Serienklasse (wurde jedoch noch gestrichen, weil ich als NC-ler nicht eingezahlt hatte) 3 .Platz Offene Klasse 8. Platz Österreichische Staatsmeisterschaft Ich durfte am Stockerl neben Helmut Eichholzer stehen. Stefan konnte auch gut punkten und sicherte sich: 2. Platz NC-Klasse 2. Platz Serienklasse 12. Platz Staatsmeisterschaft Wir sind mit unseren Ergebnissen mehr als zufrieden!!!
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