| Knapp 400 bodenlose FAI-Kilometer an einem Tag |
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| Geschrieben von Stefan Aufischer | |||||||||||||||||||||||||||||
| Montag, 7. April 2008 | |||||||||||||||||||||||||||||
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Am Samstag dem 5. April 2008 brachen Thomas Höller, Andreas Preininger und ich, Stefan Aufischer, kurz entschlossen Richtung Kärnten auf, um auf der Embergeralm unser Streckenglück zu versuchen. Die Alpthermvorhersage hatte sich in den letzten 24 Stunden von "Na ja, könnte gehen" über "Bist du deppert, da muss man nach Kärnten fahren" bis zu "Schaut ganz gut aus, aber wer weiß" geändert. Der abendliche Anruf von Wolfgang Bernhard war letztendlich ausschlaggebend für unsere Entscheidung loszuziehen. Danke nochmal Wolfgang! In Greifenburg angekommen waren bereits die ersten Cumuli am sonst blauen Himmel zu sehen. Zusammen mit Cracks wie Stephan Wirgler, Gerald Ameseder, Peter Wallner, Michael Pohl, Wolfgang Bernhard, Markus Smeykal und Peter Feichtinger ging es mit dem Bus zum Startplatz. Als wir um ca. 10:45 (eigentlich um eine halbe Stunde zu spät) starteten brodelte die Luft schon. Am Zettersfeld -- nach ca. 25 km und einer guten Stunde Flugzeit -- trafen wir alle drei die Entscheidung, die Kreuzeckumrundung per FAI-Dreieck dem flachen Dreieck Richtung Pustertal vorzuziehen ... wie sich herausstellen sollte, die schlechtere Wahl des Tages, denn im Pustertal war delphinieren angesagt. Beim Zettersfeld trennten sich auch Tommis, Drusis und mein Weg. Ich setzte meinen ersten Wendepunkt relativ weit Richtung Matrei, Tommi und Drusi spurteten Richtung Malnitz los. Bei der Querung vom Zettersfeld ins Mölltal wurde ich trotz angelegter Ohren und Speed kurz in die Wolke gesaugt, mein Visier fror bei unter -10 °C komplett zu und als ich es aufmachte, legte sich der Graupel auf meine Wimpern und klebte diese beim Blinzeln zusammen. Diesen Umständen war es zu verdanken, dass ich kurzfristig in die falsche Richtung flog, wie man ganz gut an meinem Track sehen kann. Zusätzlich legte sich ein Mantel aus Eisflaum um die Leinen meines Niviuk Peak, die auf einmal knapp einen Zentimeter Durchmesser hatten. Nachmachen nicht empfohlen! Nachdem mich die Wolke wieder ausgespuckt hatte, ging es mit Tempo Richtung Malnitz. Kurz überlegte ich eine Überquerung des Alpenhauptkamms, die auf Grund der nun auf 3400 m gestiegenen Basis möglich schien, entschied mich aber für die sicherere Variante. Die ersten Bärte Richtung Süden waren wie üblich ziemlich ruppig und kosteten einige Nerven. Andreas "Drusi" Preininger (blauer Track) setzte seinen nördlichen Wendepunkt aus diesem Grund etwas ungünstig. Danach ging es aber bis zum Goldeck wieder ziemlich zügig. Nach der Querung zum Goldeck machte sich Wassermangel (mein Wasser war bereits wenige Minuten nach dem Start gefroren) und Überanstrengung bemerkbar, und ich machte den ersten groben Fehler des Fluges. Trotz zwei Anläufen gelang es mir nicht, auf die Südwestseite Richtung Weißensee zu queren, und ich war gezwungen, den Hochstaff zu umrunden. Auf der anderen Seite versuchte ich mich an mehreren bockigen, schwachen Leebärten bis ich -- kurz bevor ich aufgeben wollte -- einen sauberen 3-Meter-Bart fand, der mir die nötige Höhe verschaffte, um den 20-km-Endanflug Richtung Greifenburg anzugehen. Am Landeplatz warteten Drusi und Tommi auf mich. Trotz eigentlich zu kurz gewählter Aufgabe waren wir alle drei überglücklich mit FAIs um die 130km. Tommi und ich sind mit dem Niviuk Peak extrem zufrieden und fühlen uns bereits nach den ersten Streckenflügen der Saison sauwohl mit dem neuen Material.
Somit ergibt sich ein sehr erfreuliches Zwischenergebnis in der Vereinswertung der österreischen Streckenflugsstaatsmeisterschaft im Paragleiten:
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| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 8. April 2008 ) | |||||||||||||||||||||||||||||






