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XC-Challenge Gastein 2008
Geschrieben von Stefan Aufischer   
Mittwoch, 23. Juli 2008

Die Wettbewerbssaison fing bei den Bodenlosen heuer sehr spät an. Deswegen freut es uns umso mehr, dass wir beim ersten Wettbewerb, an dem wir heuer teilnahmen, sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielen konnten.

Die XC-Challenge ist ein Wettbewerb, der nach den Regeln des XContest geflogen wird. Wir konnten sowohl in der NC-Klasse als auch in der Serienklasse punkten. (Siehe Ergebnisse)

Freitag 

PICT_2008-06-28_09-17-10

Trotz der schlechten Wetterprognose (wenig Thermik, tiefe Basis, zu viel Wind) reisten Thomas "Tommi" Höller, Andreas "Drusi" Preininger und ich, Stefan "staufisch" Aufischer, schon am Freitag nach Bad Gastein an. Auch Alexander "Lex" Robé und Gerd "Moses" Moser waren schon angereist. Vor Ort war uns schnell klar: heut gibt's keinen Task.
Trotzdem fuhren wir mit der Seilbahn rauf, aßen eine Suppe, sahen uns den Startplatz und ein paar Starkwind-in-eine-Wolkenlücke-Starts an, und fuhren wieder mit der Seilbahn runter, um am Badesee ein bisschen Party zu machen...

Samstag 

Am Samstag sah es -- trotz nach wie vor starkem Wind -- dann schon besser aus. Wir Bodenlosen waren bei den ersten Startern dabei und waren bis zum Fulseck im "Führungspulk". Die Entscheidung dann per Funk: "Wir lassen uns mit dem WInd nach Osten verblasen." Drusi und Lex flogen voraus, Tommi und ich mit etwas Rückstand hinterher. Meine Taktik "Hoch, hoch und nochmal höher" ging sehr gut auf. Tommi wählte leider eine zu tiefe Linie und musste entnervt aufgeben.
Kurz darauf schrie Drusi ins Funkgerät: "Ö3-Verkehrsfunk: 20 Kilometer Stau vor dem Tauerntunnel!" Was würden wir ohne seine Informationen machen?!?!?

Fliegerfest in SchladmingKurz nachdem sich Lex im nächsten Tal eingegraben hatte, kam die nächste Funkmeldung von Drusi: "Stefan, bist du des über mir? Kann i im da  irgendwo landen, wann i weiterfliag? I siach do nimma hin!" Tatsächlich sah ich unter mir einen blauen Trango mit ein paar Metern Abstand über bewaldetes Gebiet zischen. Zum Glück konnte ich Drusi mitteilen, dass im nächsten Tal ein schöne Landewiese für ihn bereit stand.
Doch diese brauchte er nicht, denn er grub sich wieder mal aus und flog mit der gemachten Höhe bis zum Fliegerfest in Schladming. Ich konnte noch ein Stück weiterfliegen, ließ mich dann aber von Drusi überreden, auch in Schladming zu landen.

Fliegermahlzeit à la WirglerWer kann schon den Worten "He, kumm a landn, do gibt's sicha a guats Bier!" widerstehen?!

Nach einem (leider warmen) Bier traten wir dann unsere lange Heimreise an, auf der wir noch Andreas Pranieß, Stefan Brandlehner und Stephan Wirgler einsammelten, um dann gegen 21 Uhr wieder in Bad Gastein anzukommen.

Auf über 3300 Meter am AlpenhauptkammSonntag

Der Sonntag versprach mehr Thermik und weniger Wind. Trotzdem soffen viele Piloten beim Versuch Richtung Schmittenhöhe zu queren ab. Tommi und Drusi versuchten es erst gar nicht und flogen ein schönes FAI-Dreieck Richtung Bischofshofen .
Stubnerkogel Ich hatte leider schon bald eine Baustelle und konnte mich 100 Meter über Grund gerade noch soarenderweise wieder ausgraben. Danach versuchte ich Schadensbegrenzung zu machen, indem ich den zweiten Wegpunkt meines FAI-Dreiecks nach Kärnten verlegte. In Alpenhauptkammnähe wurde jedoch der Wind immer stärker und ich musste bald mit sehr wenig Vorwärtsfahrt wieder zurück Richtung Stubnerkogel fliegen, um die Aufgabe zu schließen.

Ergebnisse 

NC-Klasse

In der NC-Klasse verhinderte Herbert Auberger von den Hochfichtflyers mit einem ausgezeichneten zweiten Task einen Bodenlos-Hattrick. Tommi nahm auf Bitte des Veranstalters stellvertretend für Herbert die Urkunde für den dritten Platz entgegen.

PICT_2008-06-29_19-44-281. Andreas Preininger 68,57 123,17 191,74
2. Stefan Aufischer 73,70 100,57 174,27
3. Herbert Auberger 58,81 109,95 168,76
4. Thomas Höller 34,28 125,22 159,50
5. Martin Graf 25,87 118,42 144,29
6. Stefanie Hudler 41,39 96,53 137,92
7. Alexander Robè 48,36 71,17 119,53
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Serienklasse

Andreas "Drusi" Preininger konnte auch in der Serienklasse einen Stockerlplatz ergattern

PICT_2008-06-29_19-48-481. Stefan Brandlehner 81,76 123,00 204,76
2. Andreas Preininger 68,57 123,17 191,74
3. Stefan Sindelka 68,81 119,45 188,26
4. Stefan Aufischer 73,70 100,57 174,27
5. Herbert Auberger 58,81 109,95 168,76
6. Andreas Praniess 86,45 76,68 163,13
7. Thomas Höller 34,28 125,22 159,50
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Offene Klasse

Sogar in der offenen Klasse können sich unsere Ergebnisse sehen lassen. Da das offizielle Ergebnis von Stephan Wirgler zum Zeitpunkt der Siegerehrung noch nicht feststand, durfte Drusi mit auf's Siegerfoto ;-)

PICT_2008-06-29_19-48-541. Stefan Wirgler 72,48 178,00 250,48
2. Manuel Nübel 86,30 143,64 229,94
3. Stefan Brandlehner 81,76 123,00 204,76
4. Andreas Preininger 68,57 123,17 191,74
5. Stefan Sindelka 68,81 119,45 188,26
6. Stefan Aufischer 73,70 100,57 174,27
7. Herbert Auberger 58,81 109,95 168,76
8. Andreas Praniess 86,45 76,68 163,13
9. Thomas Höller 34,28 125,22 159,50
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Links

Auch Lex hat auf seiner Homepage einen spannenden Bericht über die XC-Challenge geschrieben. 

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 25. Juli 2008 )
 
flugzeit.at
Geschrieben von Stefan Aufischer   
Dienstag, 3. Juni 2008

 

flugzeit.at

Flugzeit ist ein Luftfahrtunternehmen für doppelsitzige Paragleiter und wurde 2007 von Michael Grill gegründet. Der FSV Bodenlos war schon in der Gründungsphase des Unternehmens in regem Austausch mit Michael.

Vor allem sein Ziel und das Ziel seines Unternehmens, nämlich den Menschen die wunderbare Welt des freien Fliegens näher zu bringen, ist auch ein Anliegen des FSV Bodenlos. Die Philosophie ist, dass es nicht um "schnell rauf - schnell runter", sondern um die Gefühle, die man vor dem Start, im Flug und nach der Landung verspürt, geht. Das Loslassen, Wegschweben und die ständige Änderung der Perspektiven. Aber auch das Landen, Ankommen und manchesmal auch Warten beeinflusst unser "fliegerisches Sein" und löst intensive Empfindungen aus.

Also, schaut mal auf die Homepage http://www.flugzeit.at .

Noch was an alle Tandempiloten

Flugzeit sucht momentan nach erfahrenen Tandem-Piloten. Wenn ihr Interesse habt, meldet euch unter Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst .

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 6. Juni 2008 )
 
Knapp 400 bodenlose FAI-Kilometer an einem Tag
Geschrieben von Stefan Aufischer   
Montag, 7. April 2008

Am Samstag dem 5. April 2008 brachen Thomas Höller, Andreas Preininger und ich, Stefan Aufischer, kurz entschlossen Richtung Kärnten auf, um auf der Embergeralm unser Streckenglück zu versuchen. Die Alpthermvorhersage hatte sich in den letzten 24 Stunden von "Na ja, könnte gehen" über "Bist du deppert, da muss man nach Kärnten fahren" bis zu "Schaut ganz gut aus, aber wer weiß" geändert. Der abendliche Anruf von Wolfgang Bernhard war letztendlich ausschlaggebend für unsere Entscheidung loszuziehen. Danke nochmal Wolfgang!

In Greifenburg angekommen waren bereits die ersten Cumuli am sonst blauen Himmel zu sehen. Zusammen mit Cracks wie Stephan Wirgler, Gerald Ameseder, Peter Wallner, Michael Pohl, Wolfgang Bernhard, Markus Smeykal und Peter Feichtinger ging es mit dem Bus zum Startplatz.

Paragleiten, Panorama vom 5. April 2008, Embergeralm

Als wir um ca. 10:45 (eigentlich um eine halbe Stunde zu spät) starteten brodelte die Luft schon. Am Zettersfeld -- nach ca. 25 km und einer guten Stunde Flugzeit -- trafen wir alle drei die Entscheidung, die Kreuzeckumrundung per FAI-Dreieck dem flachen Dreieck Richtung Pustertal vorzuziehen ... wie sich herausstellen sollte, die schlechtere Wahl des Tages, denn im Pustertal war delphinieren angesagt. 

Paragleiten, 5. April 2008, Embergeralm, Umweg

Beim Zettersfeld trennten sich auch Tommis, Drusis und mein Weg. Ich setzte meinen ersten Wendepunkt relativ weit Richtung Matrei, Tommi und Drusi spurteten Richtung Malnitz los. Bei der Querung vom Zettersfeld ins Mölltal wurde ich trotz angelegter Ohren und Speed kurz in die Wolke gesaugt, mein Visier fror bei unter -10 °C komplett zu und als ich es aufmachte, legte sich der Graupel auf meine Wimpern und klebte diese beim Blinzeln zusammen. Diesen Umständen war es zu verdanken, dass ich kurzfristig in die falsche Richtung flog, wie man ganz gut an meinem Track sehen kann. Zusätzlich legte sich ein Mantel aus Eisflaum um die Leinen meines Niviuk Peak, die auf einmal knapp einen Zentimeter Durchmesser hatten. Nachmachen nicht empfohlen!

Nachdem mich die Wolke wieder ausgespuckt hatte, ging es mit Tempo Richtung Malnitz. Kurz überlegte ich eine Überquerung des Alpenhauptkamms, die auf Grund der nun auf 3400 m gestiegenen Basis möglich schien, entschied mich aber für die sicherere Variante. Die ersten Bärte Richtung Süden waren wie üblich ziemlich ruppig und kosteten einige Nerven. Andreas "Drusi" Preininger (blauer Track) setzte seinen nördlichen Wendepunkt aus diesem Grund etwas ungünstig. Danach ging es aber bis zum Goldeck wieder ziemlich zügig.

Nach der Querung zum Goldeck machte sich Wassermangel (mein Wasser war bereits wenige Minuten nach dem Start gefroren) und Überanstrengung bemerkbar, und ich machte den ersten groben Fehler des Fluges. Trotz zwei Anläufen gelang es mir nicht, auf die Südwestseite Richtung Weißensee zu queren, und ich war gezwungen, den Hochstaff zu umrunden. Auf der anderen Seite versuchte ich mich an mehreren bockigen, schwachen Leebärten bis ich -- kurz bevor ich aufgeben wollte -- einen sauberen 3-Meter-Bart fand, der mir die nötige Höhe verschaffte, um den 20-km-Endanflug Richtung Greifenburg anzugehen.

Am Landeplatz warteten Drusi und Tommi auf mich. Trotz eigentlich zu kurz gewählter Aufgabe waren wir alle drei überglücklich mit FAIs um die 130km. Tommi und ich sind mit dem Niviuk Peak extrem zufrieden und fühlen uns bereits nach den ersten Streckenflügen der Saison sauwohl mit dem neuen Material.

Paragleiten, OÖ. FSV Bodenlos FAI-Dreiecke vom 5. April 2008, Embergeralm
Zum Vergrößern anklicken

 TrackPilotSchirmTypDistanzPunkteLink
Blauer Track
Andreas Preininger
UP Trango 3
FAI-Tr.
128.20 km179.48 P.
Roter Track
Thomas Höller
Niviuk Peak
FAI-Tr.
128.77 km180.28 P.
Weißer Track
Stefan Aufischer
Niviuk Peak
FAI-Tr.
132.27 km185.18 P.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 8. April 2008 )
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Das Fliegen ist die Kunst, sich auf den Boden zu werfen - nur daneben. [Douglas Adams]