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Freitag, 3. September 2010  
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Die Deregulierung der Zulassung für Gleitschirme in Österreich wird im Mai 2010 in Kraft treten
Geschrieben von Stefan Aufischer   
Montag, 3. Mai 2010

Quelle: http://www.p-m-a.info/deutsch/welcome/news.html?action=show_news&id=24#24

Nach Auskunft des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr ist im Mai 2010 endlich mit der langersehnten Veröffentlichung der ZLLV 2010 (Zivilluftfahrzeug- und Luftfahrtgerätverordnung) zu rechnen. Alle nicht-motorisierten Gleitschirme, Hängegleiter und Fallschirme werden damit in Österreich von jeglicher Zulassungspflicht und -bürokratie befreit.

Martin Jursa, früher Chef des damals gemeinsamen deutsch/österreichischen Technikreferates des DHV/ÖAeC, hat im Auftrag der PMA den Wegfall der Zulassungspflicht und -Bürokratie von Gleitschirmen in Österreich erreicht. Martin Jursa kann man auch als den Vater unseres international angewandten und akzeptierten Prüf-Standards für Gleitschirme, der EN-926 bezeichnen.

Nach den neuen Regelungen der ZLLV 2010 dürfen Gleitschirme in Österreich betrieben werden, wenn die Lufttüchtigkeit nach dem Stand der Technik gewährleistet ist und der Hersteller dies auf dem Typenschild bestätigt hat.
Der Halter des Gleitschirms ist für die Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit verantwortlich, indem er dafür sorgt, dass die notwendigen Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten gemäß Betriebshandbuch durchgeführt werden.

Alle die schwerfälligen Verwaltungsakte durch den ÖAeC (Österreichischer Aeroclub) wie die Musterzulassung, Ausstellung von Plaketten oder Lufttüchtigkeitszeugnissen etc.fallen in Zukunft weg.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 3. Mai 2010 )
Weiter …
 
Mein erster Sender Hunderter
Geschrieben von Andreas Preininger   
Dienstag, 27. April 2010

 

Nachdem ich und Tommi am Samstag bereits das Ennstal vom Stoder aus erkundet hatten beschlossen wir am Sonntag wieder mal vom Sender (Kleinerberg) aus auf Strecke zu gehen. Was sich am Sonntag Abend dann als gold richtige Entscheidung heraus stellte.

Am Landeplatz angekommen war die erste Gruppe von Personen schon am Weg nach oben, unten machten wir uns bereit, über dem Toten Gebirge war schon ein Hauch von Quellungen zu sehen. Dies bestätigte unser Vorhaben ein 150km FAI zu versuchen. 

Um 11:30 war ich mir sicher, dass es thermisch genug ist um sich zu halten und ich startete obwohl zu dieser Zeit noch keine Thermikwolke über dem Sender stand. Nach einigen Minuten der Kurblerei ging es auf 1500m und wir konnten den Hahnbaum anfliegen der wie immer eine verlässige Thermikquelle war. Weiter Richtung Norden zur Hohen Nock und über den Hochsengs zum Spering. Unser erster Wendepunkt war somit geschafft. Ich querte westlich von Pankraz auf den Tamberg und Tommi flog zurück zum Hochsengs um dort nochmals Basis zu machen. Dieser Umweg war die bessere Linie und so war Tommi in Front. Immer in Sichtweite flog Tommi voraus und gab mir wichtige Infos über die besten Thermiken durch. Über den Kleinen Priel, Öttlberg und Ostrawitz ging es Richtung Salzsteigjoch. Die Basis war zu dieser Zeit ca. 2800m und so hatten wir einen traumhaften Ausblick auf das Tote Gebirge und den Grundlsee. Zwischen dem Schwarzensee und dem Tauplitzsee flogen wir direkt die Tauplitz an, wo wir unsere Fliegerkollegen, welche von Loser gestartet waren getroffen haben.

Wieder an der Baisis ging es rasch Richtung Grimming.  Das Ennstal war wie gewohnt eine Rennstrecke und das Fliegen Richtung Westen über den Kammspitz und Stoderzinken war kein Problem. Westlich vom Stoder querten wir das Ennstal zum Hauser Kaibling. Dort hatte Tommi eine 40 minütige Baustelle, die er nutzte um den Baumbestand genauer unter die Lupe zu nehmen. Dies war dann auch unser 2ter Wendepunkt. Ich erwischte es besser und flog Richtung Osten. Bis zum Sölkpass flogen wir zeitversetzt die gleiche Linie, ich wählte ab da eine nördlicher Linie und Tommi die direkte schnelle Linie und so trafen wir uns wieder bei Oppenberg.

Danach ging es weiter Richtung SO wo wir unseren letzten Bart mit zwei Adlern teilten. Die anschließende Querung auf die Sonnenseite des Tals war nicht mehr von Erfolg gekrönt und so landeten wir westlich von Rottenmann.

Resümee:

  • Mein erster Hunderter vom Sender
  • Es gibt keinen besseren Guide als Tommi
  • Eine neue Route erkundet
  • Man muss nicht immer nach Kärnten und Salzburg fahren um 100km zu fliegen

Links zu den Flügen:

Drusi 120km FAI

Tommi 122km FAI

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 28. April 2010 )
 
Stoderzinken/Ennstal (offene steir. Landesmeisterschaft 2010); 17.04.2010:
Geschrieben von Alexander Robé   
Dienstag, 20. April 2010

Stoderzinken/Ennstal (offene steir. Landesmeisterschaft 2010); 17.04.2010:

Vergangenes Wochenende traf sich die Gleitschirmliga-Elite Österreichs am Stoderzinken, um im Rahmen der steir. Landesmeisterschaft wertvolle Punkte für die österr. Wertung zu sammeln bzw. sich noch rechtzeitig ein Ticket für die diesjährige EM in Abtenau zu sichern. Dies war - nebst der Prognose von super Flugwetter - Motivation für insgesamt 73 Piloten aus ganz Österreich sich um 10:00 Uhr am Landeplatz in Gröbming einzufinden.

Details:
Stoderzinken 2048m, Österreich
Höhendifferenz: 1350m
Bewerbsinfos unter: paragleiter.org (österr. Gleitschirm-Liga)
Einige Flüge wurden auch auf den XContest-Server raufgespielt:  XContest vom 17.04.2010

Statistik & Hintergrund-Infos:
Allgemeine Infos siehe Skyclub Homepage.
Insgesamt wurden im Rahmen dieses Bewerbes 4 Einzelwertungen geführt:

  • NC-Klasse (NewComer = Nachwuchsförderung der österr. Gleitschirm-Liga; 29 Piloten)
  • Serienklasse (nur zertifizierte Schirme; ohne NC-Klasse; 23 Piloten)
  • offene Klasse (Serienklasse + Wettkampf-Prototypengleitschirme; 44 Piloten )
  • steir. Landesmeisterschaft (nur steir. Piloten; 7 Piloten)

Zu Hause auf Nadeln sitzend klingelte es kurz vor Acht an der Tür: Der Postfuchs hatte das heiß ersehnteste Packerl der letzten Wochen in den Armen: Nen Boomerang GTO ML als Tester - per Express- & Samstagszustellung von der FCA keine Sekunde zu früh!!! Ne viertel Stunde später saß ich schon im Espace, um noch rechtzeitig für die Registrierung in Gröbming einzutrudeln...

Mächtig Andrang am Registration Desk gab noch die Zeit, für etwas Szene-SmallTalk in der noch jungen Bewerbssaison. Nach Download der Wegpunkte in meine GPS-Geräte ging´s an's Gepsann-Tunen: mit spontaner Hilfe von Sebastian Pliessnig & Werner Luidolt konnte ich das Speedsystem auf den neuen Boom GTO abstimmen.

Beim 1. Briefing um 10 Uhr wurden alle Freiflieger unter professioneller Regie von Walter Schrempf (von der lokal ansässigen Flugschule Skyclub-Austria) über die lokalen Besonderheiten des zu befliegenden Gebietes informiert.

Kurz danach ging´s per Bus rauf zum Parkplatz beim Gasthof Steiner.

Von dort aus setzte sich der gesamte Tross gegen 11 Uhr Richtung Startberg in Bewegung. Eine Karawane pilgerte rauf zum neuen unteren Startplatz, der trotz Schneeweg & "Gruppenreisegeschwindigkeit" in knapp 10 Minuten erreicht war.
speikboden speikboden

Zeit, den GTO aus seinem vakuumgeschrumpften Dasein zu erlösen und zum ersten Mal in Ennstaler Luft auszulüften. Bereits beim Auslegen zwecks Check aller Leinen samt Aufhängungspunkten wurde der Schirm von der interessierten Menge mit Argus-Augen inspiziert.

Dient ein GTO nicht auch optimal als Rahmen für das 1. Startplatzbriefing? ;-)

speikboden speikboden Längere, wolkenbedingte Abschattungen an diesem neu angelegten Startplatz machten einen frühen Start unmöglich und so mussten wir per pedes auf den Startgipfel pilgern. Speziell den Wettkampf-Protos hilft in de Startphase bekanntlich ein bisschen Gegenwind ...
Einige versuchten dennoch ihr Glück vom neuen Startplatz und nutzten mit Erfolg die vorgelagerte Thermik, um sich den 30minütigen Aufstieg zu sparen.
speikboden Das Tasksetter-Komitee - bestehend aus Alex Schalber, Brandlehner Tom und mir - schrieb eine 57km lange Aufgabe vom Stoderzinken über Gutenberg-Haus/Dachstein zum Grimming und wieder retour zum Landeplatz in Gröbming aus.
Für die Newcomer wurde die Aufgabe um 10km verkürzt und führte nicht ganz so weit an den Dachstein, war aber sonst identisch.
speikboden Bedingt durch so viele Premieren an diesem Tag
- 1. Streckenflug 2010 überhaupt,
- 1. Flug mit dem Boom GTO,
- 1. Flug mit Competino+,
- 1. Mal Flug-Doku mit GoPro HD (geniales Teil!!!) und schließlich
- mein neues Streckengurtzeug Charly Titan 3)
war mir wichtig, so schnell wie möglich rauszugehen, um mich dem Handling von Schirm & Gerätschaften schnellstmöglich vertraut zu machen.
speikboden Mit viel Vertrauen in Gins Fertigungsqualität und meine Nullwindstartfähigkeiten ging ich gleich nach Norden raus, während das Gros der Piloten sich für den unteren Gipfel-Startplatz entschied. Bei den leichten Ablösungen und dem rel. kurzen Startplatz dort gab´s einige kuriose TakeOffs zu bestaunen *g*
Bereits beim Aufdrehen im Startbart vermittelte der GTO ein gutes Gefühl und der ML konnte mit meiner Flächenbelastung (112kg Startgewicht) auf den esten Blick recht gut mit allen aktuellen Geräten mithalten.
Bereits bei den ersten Beschleunigungstests fiel jedoch auf, dass das Speedsystem ziemlich schwergängig ist - entweder zu wenig Beintraining über Winter ;-), beim Gurtzeug ist noch nicht alles optimal eingestellt oder das Schirmerl hat ein abartig hartes Gas - mal sehen...

Um 15:50 Uhr wurde das Rennen als „Air-Started Race“ (=alle Piloten zu diesem Zeitpunkt bereits in der Luft) gestartet.
Links der Blick nach der 1. Wende hoch über dem Dachstein Richtung 2. Wendepunkt nach Osten.

Unter schön ausgeprägten Wolkenstraßen...

speikboden

...entlang der gesamten Nordseite des Ennstales wurde sehr schnell und hoch geflogen. Steigwerte bis zu 7m/s erlaubten ein zügiges Vorankommen und so haben wir nur wenige Bärte (ich hab auf dem Task insgesamt nur 6 Mal gekurbelt) bis ins Ziel benötigt.

Vom Start weg hab ich mich am frisch gebackenen Ozone R10.2-Piloten Tom Weingartner orientiert und wir flogen bis zur letzten Wende am Grimming mit nur weingen Metern Versatz die meiste Zeit Seite an Seite (zum Glück stieg er nicht voll ins Gas *rauch*!)

Ein Spitzenpulk rund um Christoph Eder konnte sich schnell absetzen und bis zum letzten Wendepunkt am Grimming die Führung kontinuierlich ausbauen.
Am Grimming (rechtes Bild) war der Wendepunkt-Radius mit nur 400m um den Gipfel jedoch sehr anspruchsvoll gesetzt, was diejenigen, die dort zu tief ankamen, zwang sich in thermisch schwachen Bedingungen oder gar soarend wieder Meter für Meter emporzuarbeiten, um diese Wende korrekt zu passieren.

Der 2. Pulk mit Peter Frauenschuh (Boom 7), Christian Tamegger (Boom 7), Tom Weingartner (Mantra R10.2) und mir (Boom GTO) benötigte ebenfalls 2 Anläufe, konnte die Passage aber früher meistern als die anderen, wenn auch auf spektakuläre Weise: Im windgeschützten, ruhigen Bereich eines Grimming-Felsvorsprungs ging es bis auf wenige Meter an den Fels heran, dem erlösenden Piepen des GPS harrend, das einem das korrekte Einfliegen in den Wendekreis anzeigt. Kurz nach dem charakteristischen Engelsgesang des erstmals eingesetzten Competino+ (danke Birgit!) die Kiste noch mal vom Fels weg rumgerissen und den Endanflug gestartet.


Die Cracks machten sich mit ihren Wettkampfprotos bald mal auf den Weg Richtung Ziellinie am Landeplatz Gröbming. Ich traute zum einen

  • der leichten Lee-Situation noch nicht wirklich und zum anderen
  • mich nicht mit den offenen Schirmen mitzuziehen, machte noch etwas Höhe und flog eine Sicherheitslinie entlang des Grates ins Ziel.

Dies ermöglichte Stefan Sindelka und Werner Brunner mich noch im Endanflug abzufangen. Klare Fehlentscheidung aufgrund mangelnder Wettbewerbserfahrung, sonst wäre es der sichere 6. Platz in der offenen Wertung gewesen!

Im Ziel mit den Jungs der Kaiseradler...

...und...

ein super Flug mit dem neuen Serienhochleister von Gin!

Und somit dennoch hochzufrieden: Was für ein Ergebnis nach über 1,5 Jahren de facto Wettbewerbs-Abstinenz:

  • 8. in der Gesamtwertung (man beachte das hochkarätige Teilnehmerfeld!)
  • Sieg in der Serienklasse
  • steirischer Landesmeister 2010
-> Herz, was willst Du mehr?!

 

  Der Sieger der NC-Klasse: Christoph Sappl

links: Die Sieger der Serienklasse: v.l.n.r: Luki (3.) den hab ich in dieser Perspektive leider verdeckt - SORRY!, Lex Robé (1.), Martin Graf (2.)

rechts: v.l.n.r: Die Organisatoren Heli und Walter Schrempf; gemeinsam mit des Siegern der offenen Klasse Heli Eicholzer (2.), Peter Frauenschuh (1.) und Alex Schalber (3.)

links: Podium der Steir. Landesmeisterschaft

rechts: wieder was, worauf nicht nur Opa stolz sein kann! ;-) A TRAUM!!!

   

Die Veranstaltung war für alle Beteiligten ein voller Erfolg! Einziger Wehrmutstropfen war der relativ späte Startzeitpunkt, sonst wären wir mit Sicherheit eine wesentlich längere Aufgabe >100km geflogen, denn der Tag hätt´s auf alle Fälle hergegeben!
Kompliment an die Skyclubber Walter, Heli, Claudia, Alex und Co., die für die Premiere am Stoder eine organisatorische Meisterleistung lieferten!

HAT SPAß GEMACHT – JEDERZEIT WIEDER!

Lessons Learned:
- Vor'm Einfliegen ins „Blaue“ die letzte Wolke echt bis zur Basis aufdrehen. Hätt ich mir die letzten 50m dort geholt, wäre die letzte Wende nur zum Abholen gewesen und es wäre der 4. Platz in der offenen Wertung geworden!!!
- Die Endanflugs-Ansicht im Competino+ scheint nicht richtig zu funktionieren → Anzeige im Fadenkreuz springt - Einstellungssache!?!) → Im Flug immer mit Backup-GPS abgleichen!!
- Gebietskenntnis: speziell als Local muss man wissen, dass Gröbming am Fuße des Kammspitz und nicht am Fuße des Stoder liegt!!! *peinlich – selbst unter Wettkampfstress*
- Beschleuniger NICHT mit Standard-Alustäbchen aus dem Baumarkt tunen (für GTO zu wenig biegesteif…) – es fehlten über 10 cm Beschleunigerweg und ist ein Riesen-Gefummel -> FOTO
-> DENNOCH SUPER HAPPY!

ERSTfeedback zum Boomerang GTO ML bei 112 kg Startgewicht: (detaillierterer Bericht folgt, sobald ich mehr Stunden drauf hab...)

PROs:
- Nullwindstart für einen Flügel dieser Streckung absolut unproblematisch
- hat schönes & rundes Handling; konnte kein nennenswertes asymm. Hebeln feststellen
- flach drehen fühlt sich subjektiv einfach und intuitiv an (warte noch auf Feedback von außen, wie "flach" es wirklich ist)
- bis GTO-Halbgas (zumindest bei den vorherrschenden Bedingungen und Toms und meinem Flugstil!) kaum Leistungsunterschied in der Realität zwischen Toms Ozone R10.2 und - wir sind immerhin den 22km-Schenkel praktisch gemeinsam geflogen
- Ohren bleiben beim Anlegen auch ohne Halten schön drin (für mich ein klares MUSS!)
- während des gesamten Flugs keinen Front- oder SeitenKlapper>20% in irgendeiner Form aufgetreten; liegt generell eher an meinem defensiven Flugstil - dennoch bin ich in Turbulenzen absichtlich gegen die "innere Überzeugung" nicht aus dem Halbgas raus, um einfach zu sehen, wie der Schirm reagiert -> hatte 2 leichte Frontentlaster, die selbst für Langsamreagierer ausreichend Zeit gelassen hätten aus dem Gas zu gehen; selbst das Tabu-Thema "Bremseinstz im Gas" zum leichten Stützen hat der GTO anstandslos - sprich: hart - weggesteckt.
-> vermittelt summa summarum super sicheres Gefühl vom 1. Moment an!!!

CONs:
- SEHR schwergängiges Speedsystem; gefühlte ca. 20-30% noch härter als der Boom Sport M bei 108kg Startgewicht - hab sogar meine improvisierten Alu-Röhrchen zur Versteifung des schlaffen Titan3-Beschleunigers zum V verbogen! Für 1,5 Stunden Racen ja OK, aber bei nem guten XC-Flug von über 8 Stunden hab ich keine Ahnung wie ein normalsterblicher (=normalgebauter) Pilot einen aktiven Beschleuniger-Einsatz im wahrsten Sinn des Wortes "durchSTEHEN" soll?!? Sofern ich nichts falsch gemacht hab, ist aus meiner Sicht Gin gefordert ein modifiziertes Speedsystem zu bringen, oder irgendeinen improvisierten Mod nachzureichen...
- Wie in den Bildern oben im beschleunigten Flug (Grimming & Endanflug) ersichtlich, stellen sich die Tragegurte beim Betätigen des Speedsystems so richtig schön quer gegen den Wind?!? Hab aber keine Ahnung, ob ich es richtig eingehängt habe - wäre ja ein krasser Widerspruch zu den sonst ultraschmalen Tragegurten
- noch keine Extremflugmanöver-Erfahrung
- hoher Preis: selbst der Ligapreis (zumindest in Österreich) liegt deutlich über dem des Mitbewerbs - ist man sonst nur von Schweizer Gleitschirm-Manufakturen gewohnt.
- die Beigaben sind eigentlich mehr als mager: In welchen Regionen der Welt hat man noch Nutzen für einen 1 GB USB-Stick? Sonst sind noch jede Menge Gin-Pickerl und ganz kleine Streifen zum Schirm-Flicken dabei - that´s it! Der Rucksack hat zwar tollen Tragekomfort und ist etwas größer als der meines BoomSport, hat aber kurioser weise kein Innenstaufach im Oberbereich mehr?!? Die 2 außenliegenden Taschen schützen für mich sie teils drucksensible Gerätschaft nicht ausreichend - Es leben wieder die Plastiksackerl zum Ordnung halten! Schade...

SONSTIGES:
- zum Ohren-Anlegen muss selbst ein groß-Gewachsener sich lang machen und um die weit nach außen stehende Stabi-Leine nach oben vorne zu umgreifen (oder mein Aufhängungspunkt liegt zu tief... ;-) )
- beim Eintritt in gute Thermik geht der Schirm bei o.a. Belastung sehr wohl trotz vollkommener Bremsfreigabe etwas nach hinten (d.h. zieht nicht unbedingt nach vorne oben rein) - is aber ähnlich dem BoomSport und stört mich persönlich nicht wirklich
- rot + weiß gibt rosa: Wird einem wieder klar, wenn man unter der Kappe hängt und bewundernd nach oben schaut - naja... andere Farbe für´s Untersegel wär nicht nur für´s "Gesehen werden in Wokennähe" besser *rofl*
- Trotz all der noch offenen Tests: ICH BEHALT IHN! *g* - braucht jemand nen top-gepflegten und frisch beleinten Boom Sport?

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 8. Mai 2010 )
 
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Das Fliegen ist die Kunst, sich auf den Boden zu werfen - nur daneben. [Douglas Adams]